Museum

 
Das Museum im Ritterhaus versteht sich als gestaltender Faktor in der kommunalen Kulturpolitik, setzt innovative Impulse für die kulturelle Stadtentwicklung und wirkt durch seine Themensetzung in die Stadtgesellschaft identitätsstiftend. Das Mitarbeiterteam ist sich der gesellschaftlichen und ökonomischen Bedeutung seiner Arbeit bewusst: Kultur ist die Voraussetzung für demokratisches Handeln und individuelle Sinnfindung, aber auch ein wichtiger weicher Standortfaktor. Das Museum betreibt kulturelle Aktivitäten in folgenden Bereichen: Bildung/Weiterbildung, Freizeitgestaltung, Geschichte und Gedenkarbeit sowie Tourismus.
 
Das Museum sammelt, erforscht, bewahrt und dokumentiert Kulturgut aus Offenburg und vermittelt die Geschichte und Kultur Offenburgs in ihren Beziehungen zur europäischen und globalen Geschichte und Kultur. Das Museumsteam erarbeitet Angebote zur allgemeinen Weiterbildung, ermöglicht den Zugang zu Informationen und fördert die Kommunikation. Angesprochen werden Besucher*innen aller Altersstufen, Bevölkerungsgruppen und Nationalitäten. Die Mitarbeiter*innen agieren partizipativ, bedarfsorientiert, integrativ, innovativ und flexibel. Das Museum im Ritterhaus beobachtet und reflektiert Besucherkontakte bzw. Besucherfrequenzen und erstellt Bedarfsanalysen, z.B. durch gezielte Befragungen.
 
 
 
 
Stadtgeschichte
 
Die stadtgeschichtliche Sammlung enthält Objekte, die die Entwicklung Offenburgs vom 11. Jahrhundert bis in die jüngere Vergangenheit veranschaulichen. Neben der Alltagsgeschichte steht dabei die Wirtschaftsgeschichte im Fokus.
 
Größere Sammlungen sind zu folgenden Themen vorhanden:
 
  • Emailschilder 
  • Glasplakate 
  • Jüdische Geschichte 
  • Münzen 
  • Kacheln 
  • Ofenplatten 
  • Religiöse Volkskunst 
  • Uhren 
  • Wirtschaftsgeschichte 
 
Sammlungen im Aufbau:
 
  • Demokratiegeschichte 
  • Frauengeschichte 
  • Migrationsgeschichte 
 
 
 
 
 
Ethnografie    
 
Zwischen 1884 und 1917 wurde die ethnographische Sammlung nach und nach vom Museumsgründer Carl Frowin Mayer zusammengetragen. Sie umfasst rund 800 Objekte. Neben einigen herausragenden Skulpturen und Masken aus den ehemaligen Kolonien in Afrika, Asien, Südamerika und der Südsee gehören hauptsächlich Waffen und einfache Gebrauchsgegenstände zum Bestand, aber auch persönliche Souvenirs und Sammlungen von Kolonialbeamten, Marineangehörigen, Händlern und Reisenden.  
 
Die Provenienz dieser Objekte wird zurzeit im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste geförderten Projektes erforscht.                      
                                                      
 
                                              
 
 
 
Jagdtrophäensammlung Cron 
 
Rund 80 Präparate von überwiegend afrikanischem Großwild zeigt die Sammlung des Ehepaares Hermann und Gretchen Cron, die zwischen 1929 und 1939 angelegt wurde. Bevor die Exponate im Museum ausgestellt wurden dekorierten diese früher das Cronsche Jagdhaus im Offenburger Stadtwald. Hier waren auch die kuriosen Weiterverarbeitungen von Jagdtrophäen zu Zigarrenanzündern, Lampenständern oder Sektkübeln in Gebrauch.
 
 
 
 
 
 
Archäologie            

Rund 500 Objekte von der Steinzeit bis in die Merowingerzeit (6./7. Jh. n. Chr.) gehören zum archäologischen Altbestand des Museums. Schwerpunktthemen sind die Römer und die Alamannen. Zahlreiche Leihgaben des Archäologischen Landesmuseums ergänzen die eigene Sammlung.
 
 
 


Naturkunde            
Die naturkundliche Sammlung wurde bereits vor mehr als 100 Jahren angelegt. Hier ist neben einzelnen heimischen Säugetierpräparaten vor allem die hiesige Vogelwelt vertreten. Einige exotische Vögel und Echsen gehören aber ebenso zum Bestand wie eine Eier-, eine Mollusken- und eine Schädelsammlung. Die ursprünglich vorhandene Insektensammlung des Museums ist leider nicht mehr präsentabel.
 
 
 
 
 
 
Geologie 

Die Erze, Mineralien und Gesteinsarten der Region bilden den Kern des geologischen Bestandes. Herausragend sind vor allem die gut erhaltenen Fossilien aus dem Karbon.

 
 
 
 
Bildende Kunst
 
Die Sammlung umfasst rund 900 Kunstwerke aus der Zeit vom Mittelalter bis heute. Schwerpunkte sind die Malerei des Barock, des 19. und 20. Jahrhunderts und die Zeitgenössische Kunst. Nachlässe der Offenburger Künstlerin Gretel Haas-Gerber und der Künstlerfamilie Henselmann gehören ebenso zum Bestand, wie eine Sammlung von Steinskulpturen und eine Keramiksammlung (unverzeichnet!).